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Tansania

Sansibar - Kairo - Crailsheim

Bin wieder da ! Und es ist Weihnachten.

Es fühlt sich noch etwas merkwürdig an wieder zuhause zu sein aber ich freu mich.

Wir haben das Krankenhaus gut verlassen, waren dann noch eine Woche an der Ostkueste von Tanzania unterwegs und sind mit einem kleinen abenteuerlichen Fischerboot nach Sansibar gefahren, die grosse Gewürzinsel im Indischen Ozean.

Ein wunderschöner Ort, sehr, sehr warm, seit Wochen ohne Strom, da die Hauptverbindung zum Festland unterbrochen ist und sie auf ein Ersatzteil aus Norwegen warten.. aber die Generatoren liefen manchmal, Diesel- betrieben (sofern es welchen gab ) Wir waren baden am Strand, schnorcheln, Fisch essen ! auf Gewuerztour , wo die vielen verschiedenen Gewürze gezeigt werden, Kardamon, Zimt, Nelken, Pfeffer, Chilli,..  und in Stonetown, der Haupstadt der Insel, die noch viele , von den Arabern erbaute Häuser aus Korallenstein hat, viele kleine , enge Gassen , kleine Läden und Muezingesänge. 

Auf dem Rückflug von Dar es Salaam hatten wir noch 24-Stundenaufenthalt in Kairo mit bezahltem 4-Sterne-Hotel und einer kleinen Citytour zu den Pyramiden und sind trotz Schneechaos wieder gut in Frankfurt gelandet. 

 Ich freue mich Euch alle wieder zu sehen und wünsche Euch allen ein gesegnetes und fröhliches Weihnachtsfest !

 

liebe Grüsse,

Helena

 

24.12.09 13:47


Regenwetter

Sitze pudelnass am Computer.. es ist Regenzeit. Das vergesse ich immer wieder. Das Wasser kommt ploetzlich, in grossen Massen aber dann zum Glueck nur von kurzer Dauer.

Bei uns auf dem Compount ist Ruhe eingekehrt. Viele Studenten sind nach Hause abgereist oder auf Safaritour. Unser Haus wird zunehmend leerer. Fuer Jule und mich ist es nun auch die letzte Woche hier im Krankenhaus. Leider. ich wuneschte wir haetten noch ein bisschen laenger Zeit gehabt. Meist braucht man ja eine gewisse Eingewoehnungsphase.

Die letzten Tage war ich in der Aids/Clinic fuer Kinder in der Amerikaner eine wirklich gute Arbeit aufgebaut haben. Die Kinder kommen einmal im Monat , werden koerperlich untersucht, in HIV/Stadien eingeteilt und mit Medikamenten versorgt. Kostenfrei.

Die Schicksale sind sehr verschieden, einige Waisenkinder, manche aus guten Verhaeltnissen, bei zum Glueck wenigen schlaegt dir Therapie nicht an und es gibt nicht mehr viele Moeglichkeiten.

Aber wenn die Medikamente eingenommen und die Klinik regelmaessig besucht wird , ist es erstaunlich, wieviele Kinder sich passabel halten.

Einige Massei - Kinder kommen auch von traditionellen Volksgruppen,  teilweise von ihren Heilern vorbehandelt. Neulich war ein Junge mit Tollwut da - generell unheilbar - von seiner Familie verstossen , da sie dachte, er sei von einem boesem Geist besessen, auch die Krankenschwestern haben ihn gemieden, hatten Angst von ihm gebissen zu werden. Ich hab ihn nicht wiedergesehen.,. weiss nicht, was aus ihm geworden ist.

Teilweise ist es schon frustrierend und traurig, wie wenig sich aendert, wie wenig die Menschen sich kuemmern, die Mentalitaet ist auch anders,.. Haguna Matata, langsam,langsam.. und ich glaub man muss die Illusion ablegen die Welt aendern zu koennen. Ein kleines Stuecken vielleicht, deswegen kehre ich jeden Tag zurueck.. 

7.12.09 16:01


okay meine Lieben, ich bin begeistert,.. hab es endlich geschafft dieses bild hochzuladen, zwischendurch stromausfall, es regnet in stroemen heute...

jetzt hab ich noch 5 minuten, um euch von gestern zu erzaehlen, da war ich auf der kinderstation und hab heute nacht auch gleich davon getraeumt, die vielen suessen leider auch sehr kranken kinder,..sehr sehr traurig ! ein maedchen braucht eine neue herzklappe, war auf der liste fuer einen transport nach indien, jemand anderes hat den platz gekauft und so wartet sie weiter....

ich werd mich die naechsten tage nochmal im internet versuchen..

 

liebe gruesse 

eure heli

5.12.09 15:00


Kilimanjaro

Ist mir ja fast schon peinlich nur ueber meine Freizeitaktivitaeten zu schreiben...bin letzte Woche mit Magda, Steph (England) und Kelly (USA/Texas) auf den Kilimanjaro gestiegen, den hoechsten Berg Afrikas! Eigentlich eine total verrueckte Aktion, wenn man bedenkt, dass man dafuer 900 US Dollar bezahlt (630 davon sind alleine Eintritt in den Nationalpark)- 1.215.000 Schilling !! alles in kleinen Scheinen (121 Stueck) ,.. 20 Menschen, die daran beteiligt sind ganze vier Personen auf diesen Berg zu bringen, Wassermelonen, Tische und Stuehle hinauftragen,.. ! 1 Guide, 2 Assistenten, 13 Traeger, 1 Koch, 1 Kellner, 1 Geschirrspueler und 1 Camp Manager...

Anyway, ich hab irgendwann aufgehoert darueber nachzudenken.. wir konnten alle gebrauchen.. Hier meine Impressionen>

 

1. Tag : Machame gate (1.800m) - Machame Camp (3.000m)

Regenwald, im Wahrsten Sinne des Wortes.. es hat gegossen aus Kuebeln, schlechte Ausruestung, ALLES wurde nass.. 

2. Tag: Shiva Camp (3.850m)

erneut Regen, Fluesse von Wasser kommen den Berg herunter, manchmal unmoeglich sie zu ueberqueren,...Wasserfaelle,.. gelegentlich klart es auf und wir koennen ansatzweise erkennen, wie schoen die Landschaft hier waere..Stimmung auf dem Zeltplatz ist miserable,.. Schlafsaecke zum Auswinden, keine trockenen Klamotten zum Wechseln...der Wind blaest in diesen Hoehen schon sehr viel kaelter,..Eisige Nacht

3. Tag: Barranco Camp (3.950m)

Mein Lieblingstag:  Sonne am morgen ! fuer eine schoene Stunde lang, alles wird zum Trocknen gehaengt,.. wir laufen durch s Moorland, Nebel zieht auf, gespenstisch, kurzer Hagelschauer,.. AUfstieg zum Lava-Tower auf 4.600 m zum Akklimatisieren,. dann wieder Abstieg,.. unsere Stimmung ist gut, heute ist Thanksgiving, wie wir dank Kelly erfahren.. unser Essen ist stets sehr, sehr gut,.. 

 

4. Tag: Baraffu Camp (4.600m)

Sehr langer Tag, es geht steil hinauf, muessen klettern, werden immer wieder von Traegern ueberholt, die zu fliegen scheinen, trotz ihrer riessigen Gepaeckstuecke auf dem Kopf.. wir haben uns an unsere nassen Klamotten gewoehnt...kommen erst spaet im Camp an.. und haben so leider nur eine kurze Rast... zum Abendessen gibt es Spaghetti !! leider ist es mit dem Appetitt in dieser hoeher nicht so doll bei uns allen.. 

5. Tag: Summit (5.800m) - Mawenza Camp (3.000m)

um 23 Uhr beginnen wir mit dem Aufstieg ..sternklare Nacht, man sieht die Lichter von Moshi im Tal,.. sehr, sehr langsam.. 6 Stunden lang, EISESkaelte, Kopfschmerzen, Uebelkeit, Ebrechen,.. immer wieder. ich kann die Waerme des Sonnenaufgangs kaum erwarten.. Bewegungen in Zeitlupe bis endlich das Ziel erreicht ist. Der Ausblick ist Wahnsinn. Nach 5 Tagen endlich oben zu sein,..

.. der Weg hinab war fast schlimmer, Muedigkeit aber man darf nicht Schlafen,. bis zum Camp zurueck,. nach einigen Stunden so schnell wie moeglich wieder auf gemuetliche Hoehen...

 

Bin nun seit einigen Tagen wieder zurueck und seh mir die letzten zwei Wochen die verschiedenen Abteilungen an,. Kinderheilkunde, OP, Kreissaal,.. heute abend gibt der irische Arzt allen internationalen Studenten ein Teaching ueber HIV, am Freitag sind wir auf der "Graduation" einer Freundin von hier eingeladen,..Geburtstage-, Abschiedsfeiern,.. die Zeit vergeht leider viel zu schnell,.. gestern abend hatten wir sogar Marzipankartoffeln zum Essen ! und am Montag selbstgemachte Kaesespaetzle !

ich wuensch Euch allen eine gesegnete Adventszeit,..

Bis Bald !

Liebe Gruesse

heli

 

 

 

 

 

2.12.09 11:11


Safari !!

Awesome !! Wirklich total genial. Bin gestern sehr gluecklich von einer 4-Tagessafari Tour zurueckgekehrt, riesige Weiten, auf offenem Jeep durch die Landschaft gebrettert, 2 Mio. Tiere sind gerade auf Wanderschaft von Kenia Richtung Sueden, davon 1,5 Mio Gnus in Reih und Glied und wir mittendrin! Haben im Nationalpark geschlafen, mit grunzenden Wildschweinen, die nachts an s Zelt kamen, Loewen beim Anpirschen auf Wild gesehen, in zwei Meter Entfernung lag er versteckt im Busch, Leoparden, Geparde, Hippos, Nashoerner , Affen beim Lausen, Elephante, Krokodile, Bueffel,... und Zebras natuerlich,.. von der Vogelwelt mal ganz abgesehen... Insekten und Schlagen,... als weniger attraktive Erscheinung fuer uns Camper.) - Lake Manyana, die Serengeti und Ngorongoro-Krater, in dessen Naehe der Schaedelknochen des Homis habilis im sog. ostafrikanischen Rift Valley gefunden wurde und mit "Lucy" (Nordaethopien) zum Katalog der Menschheitsgeschichte zaehlt. Die Serengeti ist der zweitgroesste Nationalpark des Kontinents, 15.000 Quadratkilometer, vielleicht sagt der Film " die Serengeti darf nicht sterben " von Grzimek manchen was, eine wirklich sehr beeindruckende Landschaft, in die wir schon morgens um 5h30 zum Sonnenaufgang gestartet sind...diese krasse Dunkelheit , Sternenhimmel, so nah der Natur war ich schon lange nicht mehr . only 3 minutes left,../ vielen dank fuer eure e-mails , nachrichten und eintraege ! ich freu mich immer doll ! lieben gruss heli "
23.11.09 15:10


...wie die Zeit vergeht

So ihr Lieben, Ich bin mal wieder online. .. Feierabend fuer heute. Und mal wieder ist so Einiges los gewesen. Mir geht es gut, sehr , sehr gut. Obwohl die Umstaende mich schon plaetten, der Umgang mit den Patienten hier, wie wenig ein Menschenleben doch wert ist und wie man oft einfach nichts tun kann und doch weiss, im Westen koennte diesem Menschen geholfen werden... bin oft traurig, wenn ich das Krankenhaus verlasse, mache die Augen zu und verdraenge, treff mich mit den vielen anderen Studenten hier und hab ne Menge Spass. Das fuehlt sich dann seltsam an, haben gestern in unserer WG auch studenlang damit verbracht die Gruende fuer das grosse Elend dieses ganzen Kontinents zu diskutieren..wobei es immer wieder Menschen gibt, die sich hier Muehe geben, sich kuemmern, Anliegen haben. Das gibt irgendwie Hoffnung. Trotzdem, die Frage stellt sich taeglich wieder, was getan werden muesste, realistisch moeglich ist. 

Letztes Wochenende sind wir in die Berge gefahren - die Usambara Mountains in ein Doerfchen namens Leshoto , 1800 m hoch, wunderschoen gelegen. Wir hatten Glueck und haben einen guten Fuehrer erwischt, der uns durch die Waelder fuehrte, grosse Kaffee- und Teeplantagen.. die Gegend hier ist sehr bekannt dafuer und wir haben ungeroestete Bohnen erworben... Die Menschen waren sehr freundlich, hab tausende von Kindergesichtchen fotographiert. Es hat viel geregnet, alles ueberflutet, hatten 2 Tage keinen Strom und Wasser zum Duschen,.. bin immer noch ueberrascht, was man hier alles essen kann ohne krank zu werden. Vor allem Huehnchen und Reis, oder Eier und Bananen.  Das Reisen ist beschwerlich in dieser Gegend, wenn man die billigste Moeglichkeit nimmt. unser Bus hatte auch gleich nach der Abfahrt eine Panne, Kupplungsschaden, haben den kompletten Motor ausgebaut und auf die Strasse gelegt. Nicht dass man das schon vorher gewusst haette, sondern uns erst alle brav zahlen liess... Das ist schon sehr, sehr aergerlich, diese Abhaengigkeit hier. Hatten natuerlich keine Chance unser Geld wieder zu bekommen, wurden total ungeniert belogen und natuerlich haette man sich einen anderen Bus leisten koennen (ca. 5 euro fuer 6 stunden fahrt ) aber das wollten wir dann aus Prinzip schon nicht. Wir sind dann jedoch tatsaechlich nach 4 Stunden losgekommen und mit einem Affenzahn in s Tal gerauscht. Was uns leider gleich wieder zum Stoppen brachte, da sich unsere geringe Tankfuellung durch den Neigung nur vorne befand... nun ja, TIA/ this is Africa.

Ich geh jetzt nach Hause, um die Ecke gibt es eine International School mit Swimming Pool.. Da muss ich heute noch hin - unbedingt.

Sonnige Gruesse aus Afrika -- sehr schwuel heute. Es wird wohl wieder Gewitter geben. 

 

P.S.> Kennt sich eigentlich irgendjemand von Euch mit der Zugstrecke von Tansania nach Sambia aus ? Die soll unglaublich schoen sein. 

Eure Heli

 

12.11.09 13:52


KCMC : Kilimanjaro Christian Medical Center

Jambo !! Bin grad mit meinem Mitbewohner in die Stadt Moshi hinein gefahren, um Geld zu tauschen und ein Internetcafe zu explorieren.Jetzt ist meine Tasche voller Geldscheine und ich kann euch endlich mal was erzaehlen... ist etwas muehselig,.. die Internetgeschwindigkeit macht mich nahezu wahnsinnig !!

Moshi liegt in den Auslauefern des Kilimanjaro-massivs, auf 850 m Hoehe und ist nun schon seit einer Woche mein Zuhause. Es geht mir sehr gut hier - beschwerdefrei bin ich, und wo fange ich an ?

Taeglich gibt es Erlebnisse von denen ich berichten koennte, die mich zum Nachdenken bringen. Das Gelaende vom Krankenhaus ist riessig. Die meisten Studenten und Weisen leben auf dem Doctor"s Compound, einer riessigen Anlage mit Bungalow-artigen Haeusern, Vorgaerten und Waescheleine. Sehr, sehr nett. Wir essen viel Brot , Avocados, Pfannkuchen zum Fruehstueck und Rice und Beans in der Krankenhauskantine.  

Die Visiten sind lange, sehr, sehr lange. Man kann nichts beschoenigen, die Menschen leiden , HIV, Tuberkulose, Malaria, Parasiten sind hier die gaengisten Erkrankungen, die meisten Menschen kommen mit grossem Leidensdruck, viel zu spaet,.  viele Patienten koennen sich die Medikamente nicht leisten, haben grosse Schmerzen und kein Geld fuer Morphin. Manchmal wird festgestellt, dass der Defibrillator nicht in die Steckdose passt, keine Batterien vorhanden sind oder man sie im ganzen Haus suchen muss. Es gibt einen irischen Arzt, der es zu seiner Lebensaufgabe gemacht hat, hier zu sein. Seine Arbeit ist klasse und er lehrt den Studenten und Assisten viel Gutes. Ein System einzufuehren ist wichtig und Idealismus bewahren.

Obwohl Tansania zu den reichsten Laendern des Kontinents gehoert, was seine Ausstattung mit natuerlichen Ressourcen angelangt, zaehlt es weiterhin zu den aermsten Laendern der Welt. Wurde von den auf ang 162 von 177 gesetzt - ein verheerendes Ergebniss angesichts milliardenschwerer Entwicklungshilfe, reicher Bodenschaetze und boomenden Tourismus. Es ist fruchtbares Land, Bananenstauden wachsen kontinuierlich, ohne Saison.  Trotzdem, die Menschen lachen viel, es gibt ca. 130 Volks-Staemme, die friedlich miteinander leben, die Natur und Tierwelt ist wunderschoen.

Mein erstes Wochenende war auch sehr fein. Jule und ich waren zu einem Vortrag eingeladen. Eine Pharmafirma stellte einen neuen Asthma Inhaler vor, den sich hier sicherlich zwar niemand leisten koennen wird, aber man informierte sich. Im Anzug, Krawatte , Beamer und Power-Point Praesentation und einem feudalen Menu im Leopard Hotel. Wir waren etwas beschaemt geladen worden zu sein, wo es hier so viele tansanaische Studenten gibt, die das vielmehr verdient haetten. ..

Am Samstag konnte ich gleich mit auf Safari nahe Arusha. Eine gefuehrte Wanderung mit bewaffnetem Ranger war mit dabei. Ich hatte ziemlich Angst vor den Bueffeln, die unmittelbar vor uns standen und uns anstarrten, beobachteten. Sie leben in riessigen Herden und sind ihrem angestammten Revier ueber Jahre treu.

 

meine zeit ist in 3 minuten rum.. 

hab sogar ne handz nummer/ 00255-789916148 

mit telekom und 01045 kostet es 7 cent per minute..

 

seid sehr gedrueckt,

eure heli

3.11.09 14:38


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